Der Gemeinderat beantragt einen Verpflichtungskredit

  28.03.2023 Aktuell, Foto, Bildung / Schule, Gesellschaft, Büren zum Hof, Schalunen

Die Bildungskommission der Gemeinde Fraubrunnen hat Ende 2014 einen zwingenden Handlungsbedarf bei der Schulorganisation festgestellt. Die bestehenden Mängel bei der Schulinfrastruktur sowie stark variierende Schülerzahlen beeinflussen die Qualität des Unterrichts und binden etliche Ressourcen. Nachdem das Stimmvolk 2021 Verpflichtungskredite für zwei Vorlagen abgelehnt hatte, wählte der Gemeinderat einen neuen Weg, um die Schulorganisation in Fraubrunnen an die heutigen Anforderungen anzupassen. Im August 2021 verabschiedete der Gemeinderat die Vision «Zukunft der Schule Fraubrunnen 2035». Um die Herausforderungen im Bildungswesen anzugehen, bevorzugt der Gemeinderat als erstes Teilprojekt eine Zusammenlegung der Schulstandorte Büren zum Hof und Schalunen. Dabei sollen die bestehenden Bauten in Büren zum Hof unter Einbezug des Denkmalschutzes saniert werden. Zusätzlich soll ein Ergänzungsneubau geschaffen werden, in dem eine Konzentration der Klassenzimmer vorgesehen ist. Der Schulbetrieb kann bis zum Abschluss der Bauphase in den heutigen Schulhäusern fortgesetzt werden.

Vorteile beim Standort Büren zum Hof
Ein Vergleich der wiederkehrenden Kosten, bestehend aus Kapitalkosten, Betriebskosten und Schultransportkos­ten, hat gezeigt, dass der Standort Büren zum Hof aufgrund der tieferen Baukosten die finanziell attraktivere Variante ist. Die Kosten, die im Rahmen einer Machbarkeitsstudie vom Juli 2022 errechnet wurden, betragen rund 4,9 Millionen Franken. Bei einer Konzentration auf den Schulstandort Schalunen müssten hingegen circa 7,6 Millionen Franken aufgebracht werden. Neben dem Kostenvorteil spricht die Nähe zum örtlichen Bahnhof und zum Schulstandort Fraubrunnen für den Standort Büren zum Hof. So können Schülerinnen und Schüler die vorhandenen Angebote in Fraubrunnen, wie die Tagesschule oder die Turnhalle, leichter nutzen. Weiter besteht die Möglichkeit, bei Bedarf Kinder aus Fraubrunnen in den Schulbetrieb in Büren zum Hof einzugliedern. Auch auf teure Schulraumprovisorien kann bei dieser Variante verzichtet werden. Aus den genannten Gründen sprachen sich ebenso alle vorberatenden Kommissionen (Bildung, Finanzen und Liegenschaften, Spezialkommission M2) für eine Investition in die Entwicklung des Standorts Büren zum Hof aus.

Verpflichtungskredit als erster wichtiger Meilenstein
Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 6. Juni 2023 beantragt der Gemeinderat Fraubrunnen bei der Stimmbevölkerung einen Verpflichtungskredit in Höhe von 700 000 Franken für die Projektierung auf dem Schulareal in Büren zum Hof. «Der Projektierungskredit ist der erste wichtige Meilenstein, um die Behebung der Mängel bei der Schulinfrastruktur in unserer Gemeinde anzupacken und für die Schülerinnen und Schüler bessere Rahmenbedingungen zu schaffen», sagt Urs Schär (Die Mitte), Gemeinderatspräsident von Fraubrunnen. Zudem betont Schär die Kostenoptimierungen, die dank dieses Teilprojekts realisiert werden können und somit die Gemeindefinanzen entlasten werden.
Auch Richard Rimle (Die Mitte), Gemeinderat und zuständig für das Ressort Bildung, zeigt sich überzeugt vom vorgeschlagenen Weg. «Die Inves­tition in den Standort Büren zum Hof wird die Qualität des Unterrichts erheblich verbessern und einen modernen, zeitgemässen Schulbetrieb ermöglichen. Damit wir die dringenden Herausforderungen an unseren Schulen angehen können, sind wir jetzt auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen.»

zvg


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